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vor ungariſchen Kugeln haben, ſo räumen Sie das Feld, ich will Gnade für Recht üben—“
Ein glühender Blick des Rheinländers war die Antwort.
„Mein Herr,“ rief er,„Sie kennen mich nicht—
vorwärts! ſchießen Sie!“ „Ihnen gebührt der erſte Schuß!“ herrſchte ihm raf Hermann zu.
Der Rheinländer war ſeiner Bewegung nicht mehr Herr, er hob zitternd vor Aufregung das Piſtol und ſeine Kugel ziſchte am Haupte Hermann's vorüber.
„Fehl geſchoſſen!“ ſagte dieſer kalt;„nun, mein Herr, iſt der Schuß an mir, bevor ich aber eine Kugel durch Ihr Gehirn jage, muß ich Ihnen offen und ehr⸗ lich ſagen, daß der Grund meines feindlichen Auftretens gegen Ihre Perſon nicht Vorurtheil gegen den Fremd⸗ ling, nicht leere Eiferſucht auf die Rolle iſt, die Sie im Hauſe meines Onkels ſpielen. Ich ſage Ihnen offen, daß ich Zweifel gegen Ihre Perſönlichkeit hege, und ich möchte wiſſen, ob mir der Gegner, den ich meiner Kugel wür⸗ dig halte, auch an Rang und Herkunft ebenbürtig iſt; — mein Herr. Sie nennen ſich einen Grafen Lenoir vom Rheingaue, womit können Sie dieſe Herkunft und die Wahrheit Ihrer meinem Onkel gemachten Angaben über Ihren Adel und Ihre Beſitzungen im Rheingaue bewei⸗


