Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Streiter das nehmen, was ſie uns ſchützen ſollen! Gerne wollen wir alle unſern Theil abgeben, damit Dein Lager mit dem Nöthigen verſorgt werde, aber nimm nicht Einem alles, was er beſitz.

Wie? Du wagſt es Frecher mit Karatſon zu rechten? entgegnete dieſer grimmig;nun Du Dich auflehnen willſt gegen den Geſandten des Himmels, iſt Dein Gut und Blut der gerechten Sache verfallen.

Die Rotte, welche ohnehin nichts anderes erwartet hatte, verſtand Karatſon's Wink, und im nächſten Au⸗ genblicke baumelten der Meier und ſeine Knechte an den Zeltſtangen, während das geraubte Vieh auf dem gro⸗ ßen Raſenplatze zuſammen getrieben und ein Theil ſo⸗ gleich abgeſchlachtet wurde, um der Rotte zu einem fro⸗ hen Mahle zu dienen. Das war die Juſtitz Vater Karatſon's.

Dem Zigeuner erſtarrte das Blut in den Adern, als Karatſon ſich nach dieſer Scene fragend an den Rothen wandte.

Iſt der Apfel reif, Vetter? rief er dieſem zu.

Der Rothe deutete auf die innere Zeltwand.

Karatſon wandte ſich jetzt zu dem Zigeuner.

Blick auf, alter Burſche! ſagte er ihn feſt in's Auge faſſend.

Der alte Zigeuner ſah an die Stelle, wohin Ka⸗