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ſeine Braut, die ſchöne und reiche Tochter des Bürger⸗ meiſters und Stadtrichters Kardos, Helena, zu einem Jagdritte abzuholen. Im Vorſaale erfuhr der Junker, daß Helena und ihr Vater bereits vorausgeritten ſeien, und ſeiner auf der Haide harren würden. Joſſu verließ das Haus. Am Thore begegnete er jetzt dem ſchwarzen Karatſon, welcher eben die Hacke auf den Hauſtein lehnte, ſeinen Schnurbart ſtrich und ſich in die Schenke entfer⸗ nen wollte.„Zäume meinen Rappen,“ herrſchte der Ma⸗ gyar dem Knechte zu,„und nimm Deinen Bolzen, magſt mich zur Herrin begleiten, vielleicht, daß ich unterwegs Deiner Fäuſte bedürfte.“
„Der ſchwarze Georg glotzte den Sprecher an, als ob er ſein gut Ungariſch nicht verſtünde.
„Hat ſich Deine Rußfarbe auf's Trommelfell ge⸗ ſchlagen, Burſche?“ fuhr jener fort.„Gehorche, oder—“
„Dabei machte der Junker eine Bewegung mit der Reitgerte. Die Rußfarbe des Holzknechtes wechſelte in's Rothbraune, er biß die Lippen übereinander und— ſchwieg. Auf ſeinem violetten Antlitze aber ſtand die Ge⸗ ſchichte einer blutigen Periode geſchrieben.—
„Er ſchwieg und holte ſchier demüthig des künftigen Gebieters Kernrappen, welcher oft tagelang in den lee⸗ ren Ställen eingeſtellt blieb, nebſt ſeiner klafterlangen Armbruſt von dickem Eichenholze hervor.


