Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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jacke ſeine Abſtammung aus gutem Hauſe verriethen, eben den breiten, in's Meer hinausragenden Metall⸗Lauf einer vier und zwanzigpfündigen Kanone als Reitpferd und jauchzte aus der kleinen Bruſt ſo freudig in die Luft* hinaus, als ob er allein der Kutſcher des großen Holz⸗ roſſes wäre, welches ſo viele Paſſagiere über das Welt⸗ meer nach Europa tragen ſollte. Unter dieſem Knaben und dem ſcharfgeladenen Vier und zwanzigpfünder ſpielte ein lieblich kleines Mädchens von etwa fünf bis ſechs Jahren und wand mit ſeinen kleinen Händchen einen Kranz von friſchen Blumen um das Pulverloch der Kanone, in der That vergleichbar dem kleinen Lie⸗ besgotte, welcher ſeine Roſenkette um die Mähne des gewaltigen Löwen ſchlingt, der ſeinen ſtarken Nacken willig unter dem Händchen des unſchuldigen Kindes beugt.

Widerlich erſchien das Gegenbild unter dem nahe⸗ liegenden Tauwerke, wo einige zerlumpte Kerle in ge⸗ ſtreiften Matroſenjacken mit Karten ſpielten, häufig der Rhumflaſche zuſprachen und dabei um die Wette zank⸗ ten und fluchten.

Dort am hohen Kielborde ſtand aber ein kräftiger junger Mann mit dem Zuge der Entſchloſſenheit auf dem gebräunten Antlitz und der Gluth des Südens in dem feurigen Auge, deſſen Blicke weit hinaus über dat