Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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ſie es wagt, das fleckenloſe reine Schild meines Herrn und Meiſters zu begeifern!— Aber Plachh's Namen prangt in einer zu ſchönen Glorie, um vom Gifte der Verläumdung erreicht zu werden!“

Der Kreis der berauſchten Zecher ſchloß ſich jetzt enger, denn der elende Chirurg hatte ſich gefaßt, und raffte ſein auf der Erde liegendes Stechmeſſer auf.„Zurück!“ donnerte Chriſtophorus.„Zurück! und ich will, ehe ich dieſer Schlange den Giftzahn für immer ausbreche, Euch ſtatt des Eure Sinne benebelnden Gerſtenſaftes, reinen Wein einſchenken, damit Ihr nicht irre werdet, und die Ehre meines Herrn und Meiſters nicht durch Eure Zungen für⸗ derhin befleckt werde. Wißt, Burſche, wahr iſt es, daß Vater Plachh über ſein Gnadengeſuch von Sei⸗ ner Majeſtät dem Kaiſer ein Geſchenk von ſechshun⸗ dert Reichsthalern erhielt; wahr iſt es, daß dieſes Geſchenk für die Studentenſchaft beſtimmt war; aber wahr iſt es auch, daß es für ihre Proviſion und Ausrüſtung beſtimmt, und daß die Vertheilung dem Profeſſor Plachh allein, und nach ſeinem Gutdünken überlaſſen war.“*)

*) In nonnullum pro egentioribus adhuc militantibus Aca- demicis victus et amictus subsidium— lautete das kai⸗