Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Guelphen und Ghibellinen— da gab's, wie unter den Hitzköpfen am Zizkaberge, auch manchen Haken, der nicht recht ſaß, und waren es dort die Lan⸗ deseingebornen und Oeſterreicher, die mit den Frem⸗ den des Auslandes anbanden, ſo waren es hier die verjährten Mißverſtändniſſe zwiſchen den Studenten der Ferdinandeiſchen und Karoliniſchen Hochſchule, die beide Lager feindlich trennten, und die Pedelle beider Hochſchulen hatten nicht ſelten ein ſchweres Amt, wenn ſie gleichſam als Konſtabler ihrer Vorgeſetzten einſchreiten ſollten.— Schenkendiener flogen auf und nieder, böhmiſches Bier ſchäumte in den Krügen, und lateiniſche Lieder wechſelten mit böhmiſchen— denn beide Studentenlager hielten eine Art Nachfeier des großen Feſtes vom 7. April, als dem damals drei⸗ hundertjährigen Stiftungstage der prager Hochſchule.

Mitten unter dieſem luſtigen Tieiben, von wel⸗ chem ſich kein Studioſus der beiden Hochſchulen aus⸗ ſchließen durfte, ohne es mit der geſammten Stu⸗ dentenſchaft ſeines Collegii zu verderben, ſaßen an einem Seitentiſche dicht neben dem Eingange:„Bru⸗ der Jonathan und ſein David... ſo nannten die

luſtigen Muſenſöhne jenes traute Freundespaar, das

Aug im Auge, Hand in Hand daſaß, und ſich mit andern Namen: Chriſtophorus Wunſch, und Johan⸗

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