Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Freundes, hier wühlte der Meiſter mit Gier in den Adern ſeines OpfersFort mit den gleißenden Bil⸗ dern der Vergangenheit, rief er,friſche Gegenwart will der Mann, und iſt die Roſe verblüht, ſo traure er um ſie, aber nichts weiter! ſie an ſeinen Kriegshelm ſtecken und als Feldzeichen zu künftigen Siegen vortragen, hieße ſich ſelbſt Feſſeln anlegen, und den Fuß lähmen, der auf dem Schlachtenſande noch manche Trophäe erringen ſoll, bevor er aus⸗ ruhen darf auf weichem Pfühle!

Du meinſt alſo, fragte Ottowaldsky.

Daß Maria von Pernſtein fortan Deine Perle heiße, entgegnete der Pole,ſowie blau und gelb und nicht ſchwarz und gelb fürder Deine Farbe ſein darf ſetzte er mit lauerndem Auge hinzu.

Verſucher! grollte Ottowaldsky,doppelten Treubruch mutheſt Du mir zu, o wie ſie hinſank, leidend und bleich wie ein Engel des Todes ſie, die mehr als ein Jahrzehend treu meiner geharrt hatte, wie ich es von ihr erwarten konnte Roſa! Roſa! warum vermag Ottowaldskh dem Strahle des neuen Sternes nicht zu entweichen, der flammend ſein Herz berührt. Warum iſt Roſa zur bleichen Lea, und Maria zur Roſa geworden!

Wenn Roſa von Pernſtein hier gemeint iſt,

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