Bevölkerung, und hiedurch die Macht über dieſelbe ſicherte.
Bald hatten ſie ihre Miſſionsbezirke(doctrinae) gebildet, und neuer tauglicher Prieſter der Geſellſchaft Jeſu bedurfte es, um dort entſprechend zu wirken.
In der königlichen Hauptſtadt Prag, auf dem Platze von der Moldaubrücke bis zur Altſtadt, wo gegenwärtig das herrliche felſenfeſte Klementinum, jenes großartige ehemalige Jeſuitenkollegium ſteht, und welcher Platz einſt, weil er ein für ſich abge⸗ ſchloſſenes Ganzes bildete, die Inſel(ostrov) genannt wurde, lagen früher drei Kirchen, zu Skt. Klemens, Skt. Bartholomäus, und Skt. Eligius, ein Dominikaner⸗ kloſter, zweiunddreißig größere und kleinere Häuſer, zwei Gärten, ſieben Plätze, und zwei Gaſſen.— Erſt im Jahre 1653 legten die Jeſuiten den Grundſtein zu dem Klementinum, wie es jetzt emporragt, und erhielten hiezu die Baukoſten vom Kaiſer Ferdinand II. zuerſt dargeliehen, dann aber geſchentt.
In einem der größeren Häuſer auf dem ge⸗ nannten Platze ſtand eben auch im Mai des Jahres 1648 ein hoher, ernſter und bleicher Mann, P. An⸗ dreas Duboiſſon, Rektor des Jeſuitenkollegiums und der Akademie. Vor ihm ſtand ein noch hö⸗ herer Mann, zwar nicht im Range, aber der Geſtalt


