„Wie Du willſt,“ antwortete der Pole—„jetzt aber ſchlag' ein, Bruderherz, und morgen gehſt Du mit mir ins ſchwediſche Lager, wo Dir jene Ent⸗ ſchädigung im reichlichen Maße werden wird, welche Dir in Prag verweigert wurde.“
„Still, Freund!“ rief Ottowaldskh jetzt plötzlich, „dort naht ſie.“
„Wer?“ fragte der Pole.
„Meine Braut, mein einziges Leben, meine Roſa,“ rief Ottowaldskh begeiſtert, indem er forteilen wollte.
Wolsinsky aber ergriff ihn bei der Hand.„Das kommt zur ungelegenen Zeit,“ ſagte er;„nun ich will Deine Schäferſtunde nicht ſtören; aber höre, Burſche, morgen mit Tagesanbruch beſuchſt Du mich— ich wohne in dem kleinen Häuschen am Wyösehrad nächſt dem Bade der Libusa.“
Der Pole verſchwand im Geſträuche, und ſchwamm bald der Altſtadt zu, und Ottowaldskh flog auf jene verſchleierte Geſtalt im weißen Kleide zu, welche, von einer ähnlichen begleitet, eben ans Land geſtiegen war, und ihm entgegenſchritt.
Zwei Jungfrauen waren es— es war kein Zweifel:„der arme vergeſſene Bettler“ war erhört! Die eie dieſer Mädchengeſtalten ſchritt leiſe auf Ottowaldskh zu— jetzt hob ſie ihren Schleier,


