263
laſſen, wenn wir in Eurer Wohnung ein Glas Mel⸗ niker ausſtechen.“
„Donner und Karthaunen,“ rief der Haupt⸗ mann;„da hab' ich Euch ihren Namen noch nicht einmal genannt?— und wir haben doch ſchon ſo⸗ viel über die holdeſte der Huldinnen geſprochen— womit ich,“ ſetzte er betonend hinzu,„jedoch nicht ihre körperlichen Reize, ſondern ihren Seelenadel und ihr herrliches Gemüth meine.“
„Nun, ihr Name,“ drängte der Oberſtlieutenant.
dieß Gebetlein, und der heiligen Jungfrau Vorbitt, ohne Empfahung des hochwürdigen Abendmales nicht ſterben werde. Der Prieſter ſprach: lieber Sohn, ſage mir das⸗ ſelbe Gebet, er fing an, und ſprach: Allmächtiger Herr Gott, ich bitte, Du wolleſt mich der heiligen St. Barbara, Deiner Martyrin Vorbitt genießen laſſen, auf daß ich dem ſchnellen Tode entgehen, und vor meinem Ende mit dem hochwürdigen Sakrament verſehen, auch vor allen meinen Feinden, ſichtbaren und auch unſichtba⸗ ren, beſchützt, vor den böſen Geiſtern bewahret, und end⸗ lich zu dem ewigen Leben gebracht werden möchte, durch Chriſtumunſern Heiland und Seligmacher Amen. Nach die⸗ ſem ward ihm vom Prieſter das hochwürdige Sakrament ge⸗ reicht, und iſt desſelben Tages geſtorben, und bei der
Kirchen St. Benedikti mit viel Volks Beweinen be⸗ graben worden.“


