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geiſter und Kobolde, die in Küche und Keller, in Stuben und Ställen herumkrochen und Gepolter verſchiedener Art verurſachten und im Mittelalter Poltergeiſter(olleti daemones) genannt wurden. Von dieſen Hausgeiſtern niedriger Gattung, waren aber jene ernſten, hochtragiſchen Familiengeſpenſter verſchieden, die als geſchiedene Seelen einzelner Fa⸗ milien, beſonders des Adels und der Burgbeſitzer, auch nach ihrem Tode noch an den Erlebniſſen der Familie theilnahmen, und ſich bei traurigen oder freudigen Familienereigniſſen als warnende oder prophezeiende Nachtgeſtalten ſehen ließen. Wer denkt hier nicht an die„Ahnfrau“ Grillparzers?— Und dieſe Volksſage von der Ahnfrau oder dem Geſpenſte der ſogenannten weißen Frau“ iſt eine der am wei⸗ teſten verbreiteten Sagen, ſo weit die deutſche Zunge reichet Selbſt auf den Schlöſſern des Elſaßes ſpukte die weiße Frau.
In Böhmen aber iſt die Sage von der„wei⸗ ßen Frau in Neuhaus⸗ zur Epiſode in der Fami⸗ liengeſchichte des einſtigen roſenbergiſchen Herren⸗ hauſes geworden.
Nach altböhmiſchen Traditionen zeigte ſich die weiße Frau von Neuhaus“ jederzeit auf den Burgen der Herren von Roſenberg, ſobald ein Familienglied des


