Teil eines Werkes 
2. Band (1829)
Entstehung
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ergreift das Gefäß, deſſen Inhalt ſie, zufolge der Schwäche ihres Geſichts nicht zu erkennen ver⸗ mag, und ſchüttet in der Angſt und Verwirrung ihm einen guten Theil des geſchmolzenen Goldes ritſchweg in den oſſenen Schlund hinein. Der unglückliche ſtürzt zu Boden, verſucht nach Luft zu ſchnappen und iſt verſchieden! So geſchah es denn, daß der Mann endlich einmal an etwas genug hatte, und daß der Golddurſt, der ſein Le⸗ benlang ihn verzehrte, zugleich für immer geſtillt war! Er hinterläßt eine einzige und bildſchöne Tochter, der man es gleich auf den erſten Blick anſieht, daß ſie weder die harte, menſchenfeind⸗ liche Gemüthsart, noch den thörigen Eigennutz des Vaters beſitzt. Fürchterlich hat er gebüßt, aber ſein Herz war ein kalter Steinklumpen; nie⸗ mand im Dorfe erinnert ſich, nur jemals eine gu⸗ te Handlung von ihm gehört oder geſehen zu ha⸗ ben, und allgemein iſt man daher geneigt, ſeinen ſchmählichen Tod, obwohl man die Urheberin deſ⸗ ſelben einſtweilen in Verhaft zu nehmen genöthigt geweſen, für ein ſichtbares, warnendes Strafge⸗

richt des Himmels zu halten.

Wir hatten das Ende des Waldes und mit