X
— 248—
Franz wollte zu neuen Bitten und Vor⸗ ſtellungen ſeine Zuflucht nehmenz da der Alte ſich aber mit beiden Händen die Ohren zu⸗ hielt, ſtieg er endlich, nothgedrungen, ſich in die Umſtände zu fuͤgen, hinauf nach ſeinem Dachſtubchen, um in der Angſt ſeines Her⸗ zens daſelbſt an alle Heiligen ſein bruͤnſtiges Gebet um irgend ein Rettungsmittel aus dieſer Verlegenheit ergehen zu laſſen.
Sein Wunſch ward ihm gewährt, bevor er noch zu gehoͤriger Einkleidung deſſelben Anſtalt getroffen hatte. Es fiel ihm näm⸗ lich, gleich bei ſeinem Eintritt, ein um einen Stein gewickelter Zettel in die Augen, der einer bereits verjaͤhrten Gewohnheit, auf die⸗ ſem Wege poſifteie Briefe zu wechſeln, ge⸗ maͤß, aus dem Erkerſtubchen gegenüber gluck⸗ lich in dem ſeinigen angelangt war. Franz bemächtigte ſich deſſelben mit aller der Eilfertig⸗ keit, welche Leuten von ſeiner Gemuͤthsbeſchaffen⸗
heit eigen zu ſein. und ſein Kummer hatte
plotzlich ein eben ſo erſehntes als unerwartetes
Ende genommen, als er die Worte las;
4


