Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1823)
Entstehung
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beiden Perſonen haſſen ſich einander ja, wie die Erbſünde. Ich bitte Sie, haben Sie denn noch gar nicht bemerkt, mit welcher Vorſicht ſie bei jeder Gelegenheit ſich aus dem Wege gehen und wie eins dem andern ein rechter Dorn im Auge iſt? Rein, beſte Mamſell, ohne mir es gerade zum Verdienſt anrechnen zu wollen, beſitze ich doch zu viel Menſchenkenntniß, um einem ſolchen Gedan⸗ ken nur minutenlang Raum geben zu können. Gegen Franz könnte ich zwar, kraft meines väterlichen Anſehens, Zwangsmittel gebrau⸗ chen, die ſeinen Starrſinn unfehlbat brechen wuͤrden; aber ſind ſolche auch gegen Luiſen in Anwendung zu bringen? Rein, nein, daran iſt nun ein fuͤr allemal gar nicht zu denken!

Dann wird er freilich, fuhr Barbara mit ſchalkhaftem Lächeln fort,ſich noch we⸗ niger geneigt fuͤhlen, eine gewiſſe Clauſel in dem Vermaͤchtniß zur Vollgultigkeis bringen zu helfen, die mich zum Theil mit dazu be⸗ ſiimmt hat, Luiſen bis jetzt aus dem Ver⸗ michtniſ ſelbſt ein Geheimniß zu machen!