Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1822)
Entstehung
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ſeinem Morgenanzuge umher ging, gefuͤhrt ward, und in ihm die nämliche abentheuer⸗ liche Geſtalt wieder erkannte, die mir vor einigen Jahren einſt um die Mitternacht⸗ ſtunde in der Schloßkirche erſchienen und bis zu dieſem Augenblick ein ſo unerklärbares Räthſel geblieben war. Der Schmerz uͤber das fruhzeitige Hinſcheiden einer geliebten Gemahlin hatte ihm den Aufenthalt im Schloſſe fuͤr immer verleidet; er lebte ſeit⸗ dem in ſtiller melancholiſcher Zuruͤckgezogen⸗ heit auf ſeinem Landgute Weidenthal, und wenn er dann und wann in der Stadt ſich aufzuhalten pflegte, ſo geſchah dies hauptſäch⸗ lich nur in der Abſicht, um die Mehrzahl dieſer Stunden an dem Denkmale zuzubringen, welches er der unvergeßlichen Gefährtin ſeines Lebens hier in der Schloßkirche hatte laſſen. Ich wundre mich ſeyr, mein giebet/⸗ redete der Graf auf die leutſeligſte Weiſe mich an,daß ich unter der Zahl derer, die ſich zu der erledigten Organiſtenſtelle bereits bei

mir gemeldet haben, gerade Sie vermiſſe, da Ihnen die dazu erforderlichen Fähigkeiten doch

keinesweges zu mangeln ſcheinen. Der Ver⸗

luſt, den die Schloßkirche durch Thielmanns 3