Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

240

Droſſig uͤber Antons Schickſal, obgleich hin und wieder von neuem ſo mancherlei Sagen und Meinungen verlauten wollten, in der vorigen Ungewißheit.

Der alten Sitte treu bleibend, und lieber unter dem geſtirnten Himmel als vor dem Kaminfeuer ſeinen Grillen und Gedanken nachhängend, ging er einſt wie gewohnlich mit ſeiner Flinte bewaffnet, abgemeſſenen Schrittes in einer mondhellen Mainacht wie⸗ der in der Hauptſchanze vor ſeiner Hutte wachthabend auf und nieder. Schon begann

die Luft im Oſten ſich zu roͤthen, und die

anbrechende Morgendämmerung mit dem Schimmer des noch am Himmel ſtehenden Vollmonds ſich zu verſchmelzen: da gewahrte Droſſig, indem ſein Blick zufällig nach der Waldung gerichtet war, welche die Felder jenſeits der Huͤtte in einem weiten Halbzir⸗ kel umgab, zwei Maͤnner in weiße Maͤntel gehuͤllt, die aus dem Gebuͤſch hervortraten, der Gegend aber, wie ihr neugieriges Umherſpähen verrieth, unkundig zu ſein ſchienen. Sein ſchar⸗