Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1822)
Entstehung
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6 ſondern ſitze ruhig hier auf dem Erbe meiner Väter! Run, Gretchen, was fuͤr ſchwere und wichtige Sorgen haſt du denn auf dem Herzen?

Richt ſpotten ſollt ihr, Vetter, ſondern rathen und helfen; denn meine Noth und Verlegenheit iſt großer, als ihr euch vielleicht einbildet! ſeufſte die Bedrängte.Ich will euch ganz in der Kuͤrze einen Begriff davon geben. Ihr wißt wohl ſchon, daß Muͤllers Jakob mir heimlich zugeneigt iſt, daß er zu⸗ gleich auf die Helmbacher Windmuͤhle, die nächſter Tage zum öffentlichen Verkauf aus⸗

geboten wird, ein Auge hat, und daß ſein

Vater ihm bereits halb und halb die Zuſage gethan, durch den Ankauf derſelben ihm zum Beſitz einer eignen Rahrung verhelfen zu

wollen. Heut in der Frühe trage ich einen

Theil meines geſponnenen Wintergarnes hin⸗

aus auf die Bleichwieſe, und bin noch keine

Viertelſtunde damit beſchäftigt geweſen, als 8* 9 Jalob, der mich von fern bemerkt hat, uͤber

die Hecke des Mählgartens geſprungen kommt,