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Der Diamantring.
Simon Roͤhling hatte von ſeinem Va⸗
ter ein altes Traumbuch geerbt, das er fleißig
ſtudirte und wie ein Heiligthum aufbewahrte. Durch das unabläſſige, ſelbſt waͤhrend der Ver⸗ richtung ſeiner Beruföarbeiten fortgeſetzte Sin⸗ nen und Gruͤbeln uͤber den Inhalt deſſelben war es ihm nach und nach zur Gewohnheit geworden, dem innern Zuſammenhange zwi⸗ ſchen gegenwärtigen und vergangenen Verhält⸗ niſſen ämſiger nachzuſpähen, die Entwickelung der erſtern aus den letztern ſchärfer zu beob⸗ achten, und, die belehrenden Winke einer viel⸗ jaährigen Erfahrung benutzend, von den bereits vorhandenen Urſachen auf die noch verbor⸗
genen Wirkungen zu ſchließen. Zwar nahm
der Schlaukopf ſich weislich in Acht, mit ſei⸗


