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immer kränkelte, konnte das bittre Loos ih⸗ res Licblings nur im Stillen beſeufen z denn ſie hatte keine Gewalt uͤber die Söhne, und mußte ſich alles gefallen laſſen, was die Hart⸗ herzigen in ihrer Mißgunſt und Abneigung uͤber ihn verhingen. Wilfried wußte gar wohl, wie tief ihr ſein Schickſal zu Herzen gingz deshalb zeigte er ihr ſtets ein heiteres Geſicht, und murrte und klagte niemals, ſon⸗ dern verrichtete treu und gewiſſenhaft die ihm angewieſenen Geſchaͤfte, ließ es ſich vom Mor⸗ gen bis zum Abend ſehr ſauer werden, und wagte nur dann, wenn er vor jeder Ueberra⸗ ſchung in gaͤnzlicher Sicherheit war, ſich je zuweilen in den Winkel zu ſetzen und ſtill und verſtohlen vor ſich nieder zu weinen. Schon waren, ſeit der Vater im Grabe ſchlief, mehrere Monden verſtrichen, da traf
es ſich einſt, daß an einem kalten und regnigten
Abend mit ungeduldiger Heftigkeit gegen die Thuͤr geklopft wurde. Wilfried, der wie ge⸗ wohnlich ganz abgeſondert in ſeinem Dach⸗ kammerchen ſaß, raffte ſich ſchnell empor und ſprang die Stiegen hinunter, um zuzuſchauen⸗
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