gefallen unter ſie vertheilte, ohne nur eine einzige fuͤr ſich zu behalten, ob er gleich vom Anblick des Genießens ſich ſtets hinweg wenden mußte, um zu verbergen, daß ihm das Waſ⸗ ſer im Munde zuſammen lief,
In zunehmender Anmuth und Lieblich⸗ keit ſich entfaltend, hatte Wilfried eben ſein zwolftes Jahr erreicht, als der alte Gebhard zählings und unerwartet des Todes verblich, indem er von einem Fichtenbaum erſchlagen wurde, den er bey ſtuͤrmiſcher Witterung mit der Axt zu fällen im Begriff geweſen. So ward er um die Abenddaͤmmerung von den drey Sohnen bleich und entſtellt, wie ſie ihn in ſeinem Blute ſchwimmend gefunden, nach Hauſe gebracht. Mit dem Jammer der Ver⸗ zweiflung warf die Mutter ſich uͤber den ent⸗ ſeelten Leichnam dahin, und ſchien nicht wanken und weichen zu wollen, bis ſie durch den Hauch ihres Mundes ihm wigder Leben eingeflößt habe. Wilfried ſtand wie feſtge⸗ wurzelt daneben und rang, weil das Ent⸗ ſetzen ihm die Zunge gelähmt und die Sprache
* geraubt hatte, ſtilweinend die Hände. Seine
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