Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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wiederholte fuͤr ſich deutlich den Hauptinhalt der ihr gegebenen Verhaltungsregeln.

»Und nun, Oberſt Ferguſon,« ſagte ſie in ei⸗ nem bewegtern Tone,»wie ſoll ich es erfahren, wenn Ihnen, was Gott verhuͤten wolle, ein Unfall zuſtoͤßt, und was wuͤnſchen Sie, daß ich Ihrer Schweſter in dieſem Falle rathe? Verlaſſen Sie ſich darauf, daß ich bei ihr bis zum Aeußerſten ausharren werde. So lange ich mein eigner Herr bin, will ich ihr an⸗ gehoͤren, und ihr durch meine laͤngere Erfahrung in der Welt und durch einen ruhigern Gemuͤthszuſtand als der ihrige, dann ſo angegriffene ſeyn kann, die Stelle des wuͤrdigſten Bruders zu erſetzen ſuchen.

Der Oberſt druͤckte Miß Mackay's Hand zwi⸗ ſchen ſeinen beiden Haͤnden, mit einem Gefuͤhle von Dankbarkeit, das ſich durch Worte nicht beſchreiben läßt; Thraͤnen ſtanden in ſeinen Augen. Ohne ihr auf eine andere Art zu danken, antwortete er ohne Weiteres auf ihre Frage:»Wenn kein Verdacht uͤber das hier Verborgene entſtanden iſt, und meine arme Annie in Ruhe gelaſſen wird, ſo moͤge ſie hier bleiben; denn dies iſt ihre Heimath, die Heimath ihrer Vorfahren. Aber wenn meine Anhaͤnglichkeit an meinen angebornen Fuͤrſten als ein Verbrechen uͤber ihr unſchuldiges Haupt kommen ſollte, dann fuͤh⸗ ren Sie ſie bei dem erſten Anſchein dazu nach Flan⸗ dern oder Holland, und ſtellen Sie ſie dort unter den Schutz einer proteſtantiſchen Familie, in deren Schoo⸗ ße ſie in Frieden leben kann; zugleich ſuchen Sie ſo viel Geld und Familiengut als moͤglich mitzunehmen.