Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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von ihm nicht unbenutzt gelaſſen, und er enthuͤllte ihr jetzt unter vielen Verſicherungen ſeiner hohen Ach⸗ tung, alles dasjenige, was ſo lange ſeinen eigenen, huͤlflos gelaſſenen Geiſt niedergebeugt hatte.

Miß Mackays Antlitz ſprach dem Oberſten Muth waͤhrend ſeiner Erzahlung ein; ſie nahm ſichtbar tie⸗ fen Antheil daran, und das treu ergebene Herz einer ſchottiſchen Jungfrau, warm, edel, aufopfernd, wo ſie glaubte, daß Pflicht und Anhäͤnglichkeit an den Lan⸗ desfuͤrſten Selbſtaufopferung forderte, ſtrahlte aus ihrem feſt auf ihn gehefteten und ſprechenden Auge. Ihre Wangen erhielten ihre volle Farbe wieder, und das Klopfen ihres Herzens, deſſen raſche Schlaͤge ſich durch das Heben und Sinken des Mantels, wo die⸗ ſer die Bruſt deckte, offenbarte, gaben den Beweis, daß dieſes Herz ſowohl zuverſichtliche Hoffnungen, als auch edelmuͤthige Entſchließungen hegte.

Als der Oberſt Ferguſon ſie am Schluſſe fragte, ob ſie ſich der Aufſicht der Sachen, die er im Ge⸗ woͤlbe hier zuruͤcklaſſen muͤſſe, unterziehen, oder im Verweigerungsfalle einen einfachen Schwur leiſten wolle, niemals das ihr eben Anvertraute zum Nach⸗ theil irgend einer Perſon zu verbreiten, ſo bejahte ſie freudig das Erſte, indem ſie ſich zugleich freiwillig verpflichtete, nie, ſo lange Gefahr fuͤr irgend Je⸗ mand mit der Enthuͤllung verbunden ſey, das Ge⸗ ringſte von dem, was ſie dieſe Nacht gehoͤrt habe, zu entdecken. Der Oberſt nahm ihr den Eid ab, den ſie kniend auf ſeine Taſchenbibel ablegte; dann buͤckte