Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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ſchein ſchimmernden Purpurbluͤthen gewaͤhren, im Winter aber grau und oͤde erſcheinen, und den Geiſt der Umwohner mit Trauer erfuͤllen. Vielleicht traͤgt der melancholiſche und eintoͤnige Wellenſchlag des Meers, das die Kuͤſte in geringer Entfernung be⸗ ſpult, und durch die Schluchten dieſer Berge hin⸗ durch vernommen wird, zu ihrer niederſchlagenden Wirkung bei. Sey dem, wie ihm wolle, die Wir⸗ kung iſt niederſchlagend, und das Thal wird ſelten, ſelbſt von Fremden, betreten, ohne eine Stimmung zum Seufzen bei ihnen zu erwecken.

Nach dieſem freudeleeren Wohnorte, kehrte der Beſitzer deſſelben, ein junger ſchottiſcher Edelmann, der in fremden Dienſten ſich den Rang eines Ober⸗ ſten erworben hatte, im Jahre 1743 zuruͤck, um ſich daſelbſt nach dem erfolgten Tode des aͤltern Bruders haͤuslich niederzulaſſen. Er brachte eine einzige Schweſter mit ſich, die er auf dieſe Weiſe ſowohl den Zerſtreuungen, als den Stuͤrmen des Lebens ent⸗ zog; und waͤhrend ſie ſeine Haushaltsgeſchaͤfte be⸗ ſorgte, und ihre Muße durch die Anwendung ange⸗ nehmer Talente ausfuͤllte, widmete er ſich abwech⸗ ſelnd belehrenden Studien, oder den ſtaͤrkenden Ver⸗ gnuͤgungen der Jagd.

Der Oberſt Ferguſon war von Natur heiterer, geſelliger Laune, und ſeine Schweſter hatte nach län⸗ gerem Aufenthalte in Glenrowan keine Urſach, ihre Verſetzung aus einer ſteifen Erziehungsanſtalt in Frankreich nach der Halle ihrer Väter in den hei⸗ mathlichen Bergen zu bedauern. Sie hatten mehre⸗