Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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An den Leſer.

Eryungen, welche in geſellſchaftlichem Kreiſe mitgetheilt ſind, duͤrfen billig als oͤffentliches Eigenthum angeſehen werden; oder vielmehr als umherfliegende Fäden, die ein Jeder auf⸗ fangen, unveraͤndert laſſen, zerreißen oder zu einem Ganzen ver⸗ weben kann, ohne deshalb fuͤrchten zu muͤſſen, vor Gericht gezogen zu werden.

Drei der folgenden Erzählungen gehoͤren zu dieſer Klaſſe. Die erſte und zweite wurden der Verfaſſerin von einer Dame von hohem Range, ausgezeichnet durch viele Talente, mitgetheilt. Die Begebenheiten der erſteren verburgte dieſe Dame als Thatſachen⸗ bie einem Mitgliede ihrer Familie genau bekannt waͤren. Das lä⸗ cherliche, aber doch etwas ergreifende Phantaſiegemaͤlde der andern gab ſie fuͤr eine Sage aus, die in Irland noch feſt geglaubt wuͤr⸗ de. Man hat ſie hier mit banger Beſorgniß, aber doch mit der Hoffnung aufgenommen, daß ſie nicht ohne Intereſſe fuͤr ſolche Perſonen ſeyn werde, die gern Betrachtungen uͤber den Character einer Nation anſtellen.

Die vorzuͤglichſten Begebenheiten der britten Erzaͤhlung ſinb aus einer Anekdote, in einer der vorigjaͤhrigen Nummern von Bell's woͤchentlichem Boten entlehnt; es wurde dort dabei bemerkt, daß ſie ſich kuͤrzlich in Schottland zugetragen haͤtten.

Was die beiden uͤbrigen Erzaͤhlungen betrifft, ſo iſt das Haus zu Huntercombe ein kleiner Aufſatz zur Erinnerung an wirkliche Vorfaͤlle, die der Erzoͤhlerin dort begegneten, und zwar in der Mitte eines theuern haͤuslichen Zirkels, wie daſelbſt beſchrieben wird. Die Vorfaͤlle ſind einfach; aber obgleich den Beſuchenden auf dem Lande etwas Aehnliches in unſern ſchoͤnen engliſchen Gegenden täglich widerfahren kann, ſo dienen ſie doch zum Andenken an eine anziehende Vergangenheit. Allein die Reihe