Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1827)
Entstehung
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Einrichtung des Finanz⸗ und Schuldenweſens, cheils die königliche Verordnung vom 22. Mai 1815 1815 berechnet, in welcher Friedrich Wilhelm der 22. Monarchie eine allgemeine Nationalrepra⸗Mai. ſentation, und die Ausſtellung einer ſchriftlichen Urkunde, als Verfaſſung des preußiſchen Reiches verſprach. Dieſe, noch aus Wien kurz vor der Beendigung des Con⸗ greſſes erlaſſene, Verfuͤgung erklärte:1) Es ſoll eine Repraͤſentation des Volkes gebildet wer⸗ den. 2) Zu dieſem Zwecke ſind die Provin⸗ zialſtände da, wo ſie mit mehr oder minde⸗ rer Wirkſamkeit noch vorhanden ſind, herzuſtellen, und dem Beduͤrfniſſe der Zeit gemaͤß ein⸗ zurichten, und da, wo gegenwaͤrtig keine Provin⸗ zialſtände vorhanden ſind, ſie anzuordnen. 3) Aus den Provinzialſtaͤnden wird die Verſammlung der Repräſentantenkammer gewaͤhlt, die in Berlin ih⸗ ren Sitz haben ſoll. 4) Die Wirkſamkeit der Lan⸗ desrepraſentation erſtreckt ſich auf die Berathung uber alle Gegenſtaͤnde der Geſetzgebung, welche die perſönlichen und Eigenthumsrechte der Staats⸗ buͤrger, mit Einſchluſſe der Beſteurung, be⸗ treffen. 5) Es iſt ohne Zeitverluſt eine Commiſ⸗ ſion in Berlin niederzuſetzen, die aus einſichtsvol⸗ len Staatsbeamten und Eingeſeſſenen der Provin⸗ zen beſtehen ſoll. 6) Dieſe Commiſſion ſoll ſich beſchaͤftigen: mit der Organiſation der Provinzial⸗ ſtaͤnde; mit der Organiſation der Landesrepräſen⸗ tanten, und mit der Ausarbeitung einer Verfaſ⸗ ſungsurkunde nach den aufgeſtellten Grundſätzen. Da dieſe konigliche Verordnung welcher be⸗ reits(18. Jul. 1814) eine neue Verfaſſungs⸗ urkunde fuͤr das, als Canton zu dem ſchweizeri⸗