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Zwar hatte Friedrich Wilhelm Achtung und Ehrfurcht vor der Aſche ſeines Oheims, der ihm, bereits im Todesjahre ſeines nächſtgebohrnen 1768 Bruders, zum Prinzen von Preußen erklaͤrt, ſeine Jugendbildung der Leitung des Oberſten von Bork und dem Unterrichte des Akademikers Begue⸗ lin anvertraut, ihn aber nie zur Theilnahme an Staatsgeſchaͤften herangezogen, auch nicht ſelten die Verhaͤltniſſe ſeines Lebens als Kronprinz— das dem des Koͤnigs Friedrich zu Rheinsberg nichts weniger, als aͤhnlich war— gemißbilligt hatte; allein die, von Friedrichs Perſonlichkeit völlig ver⸗ ſchiedene, Individualitat Friedrich Wilhelms fuͤhrte bald zu einem ganz veraͤnderten Verwaltungs⸗ und Regierungsſyſteme, in welchem die Verſchwendung des von Friedrich geſammelten Schatzes, der uͤber 70 Millionen Thaler betrug, bis zum Jahre 1792, ſo wie die auf den Staat gebrachte Schuldenlaſt von 28 Millionen bei Friedrich Wilhelms Tode,— un⸗ geachtet der vergroßerten Einkuͤnfte der Monarchie durch die neuerworbenen Länder, und ungeachtet der brittiſchen und niederlaͤndiſchen Subſidien,— eine der dunkelſten Seiten bildet.
Man ſpricht einen geſchichtlich begruͤndeten Satz aus, wenn man behauptet, daß die alte und die neue Zeit im europäiſchen Staatenſyſteme im To⸗ desjahre Friedrichs ſich von einander ſchied; denn die Ankuͤndigungen einer neuen Zeit, welche nicht mehr nach den Grundſaͤtzen der ſeit dem Huberts⸗ burger Frieden beſtehenden Staatskunſt behandelt werden konnten, traten uͤberall hervor. Im Weſten Europa's deuteten das undeckbare jährliche Finanz⸗


