Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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zug der Erſtgeburt ein Werk des Zufalls, und der Kö⸗ nig nicht beſſer ſey, als andere Menſchen. Fried⸗ rich ſchloß ſein Teſtament mit der Erklärung:Im Augenblicke des Todes werden alle meine Wuͤnſche auf das Wohl dieſes Reiches gerichtet ſeyen. Moͤge es immer mit Gerechtigkeit, Weisheit und Kraft regiert werden! Moͤge es der gluͤcklichſte aller Staaten feyn, durch milde Geſetze, durch eine billige Verwaltung der Finanzen! Moͤge es immer tapfer vertheidigt werden durch Krieger, welche die Ehre uͤber alles lieben, und moͤge es bluͤhend fortdauern bis ans Ende der Zeiten Der Koͤnig ſtarb im 7öſten Lebensjahre, und nach einer 46 jaͤhrigen Regierung. Beinahe ſechste⸗ halb Millionen Menſchen lebten, in ſeinem Todes⸗ jahre, unter ſeinem Scepter. Das achtzehnte chriſt⸗ liche Jahrhundert, dem ſeine Geburt, ſein Leben, ſeine Bildung, ſeine Regierungszeit und ſein Tod angehoͤrt, erhielt durch ihn einen neuen feſtbeſtimm⸗ ten politiſchen Charakter; ſein Preußen verdankte ihm den erreichten Hoͤhepunct. Die Schattengebilde der Nacht und der Morgendaͤmmerung verſchwinden beim Aufgange der Sonne; ſo ſchwanden die Schat⸗ tengeſtalten der Unwiſſenheit, der geiſtigen Be⸗ ſchraͤnktheit, des Aberglaubens und der Selbſtſucht, als durch Friedrich der Lichtſtrahl der Sonne der Aufklaͤrung in den Geiſt und in das Herz ſeiner Preußen fiel. Darum: Selig ſind die Fuͤrſten, die in dem Herrn ſterben! Der Geiſt ſpricht, daß ſie ruhen von ihrer Arbeit; und ihre Werke fol⸗ gen ihnen nach!

Ende des dritten Bändchens.