Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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125 ſicherte Friedrich den Beſitz des neuerworbenen Lan⸗ des durch die neuangelegte Feſtung Graudenz.

In demſelben Jahre, in welchem die beiden Kaiſerhoͤfe und Friedrich Polen theilten, lief auch die achtjäͤhrige Zeit des zwiſchen Rußland und Preu⸗ ßen im Jahre 1764 abgeſchloſſenen Buͤndniſſes ab; es ward aber auf die folgenden acht Jahre erneuert. Während derſelben trat Katharina aus dem Kriege 1774 gegen die Pforte in dem Frieden zu Kutſchuk 22. Kainardge mit großem Erfolge heraus; denn die Jul. Pforte mußte die Tataren der Krimm und des Ku⸗ bans als frei anerkennen, die fteie Schifffahrt auf dem ſchwarzen Meere, die Feſtung Aſow, und die Abtretung des Landes zwiſchen dem Dnieper und Bog der Kaiſerin von Rußland bewilligen.

Einige Jahre ruhten die Waffen, während Ka⸗ tharina, Maria Thereſia und Friedrich der Vervollkommnung und Verſtaͤrkung des innern Staatslebens ihre Regentenſorgfalt widmeten. Bald aber entwickelten ſich, bei dem kinderloſen Tode des Churfuͤrſten von Bayern, Maximilian Jo⸗ ſeph, neue politiſche Intereſſen. Mit ihm erloſch der Wittelsbachiſche Mannsſtamm in Bayern⸗ 1777 Sein naͤchſter Erbe war der gleichfalls kinderloſe 30. Churfuͤrſt Karl Theodor von der Pfalz, deſſen Ka⸗Dec. binet fur die Abſichten der öſtreichiſchen Staatskunſt, bereits vor dem Erloſchen der bayriſchen Linie des Hauſes Wittelsbach, zuganglich geweſen war.

Es war das, bei der Theilung Polens zuerſt mit Erfolg geuͤbte, Abruͤndungsſyſtem, welches bei dem Plane Joſephs ll. und des Fürſten Kaunit, ganz Bayern der öſtreichiſchen Monarchie einzu⸗ verleiben, vorwaltete. Der publiciſtiſche Scheingrund