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Stenia„Es iſt wahr.“
Fabius.„Rein, nein, aber rede doch mit mir, mein Gott!“
Stenia.„Warum ſollte ich nicht gethan haben, was Sie thaten? Haben Sie nicht eine Geliebte und.
Fabius.„Ich eine Geliebte! Ach! ja, ich vergaß! mein Brief, nicht wahr? Ich ſagte dies in meinem Briefe. Meine Stenia, und das haſt Du glauben können? Aber es war ja nur ein Scherz, ein, Scherz! Verzeihung! Dieſe Geliebte iſt.
Stenia Iſt
Fabins(in Stenia's Arme ſtürzend):„Es iſt die Bibliothek.“(Er bemerkt die Thräne, die wir den Leſer haben ſehen laſſen, und trinkt ſie gierig.)
Stenia(ſelig aufathmend).„Welche Grauſamkeit! mich zu zwingen alſo zu handeln wie ich gethan.... Ach! Fabius! Fabius!“
Fabius. Aber, was haſt Du gethan, großer Gott! War es alſo wahr? Nein, unmöglich, was Du mir ſchriebſt iſt falſch!“
Stenia(den Kopf ſenkend).„Es iſt die Wahrheit.“
Fabius(außer ſich).„Die Wahrheit?“
Stenia.„Ja.“
Fabius.„Du mußt es mir ſchwören, oder ich werde es Dir niemals glauben... Schwöre, Stenia!“
Stenia.(Fabius ſo blaß ſehend, nimmt ihn bei der Hand und ſagt):„Fabins verlaſſe mich hente nicht.“ (Leiſer.)„Verlaſſe mich bis morgen nicht... Und⸗ morgen in der Frühe wirſt Du ihn ſelbſt zu dieſem Fen⸗ ſter hereinkommen ſehen.“
Fabius(faſt wahnſinnigt):„Wie? 4
Stenia.„Ja, es iſt ein Sonnenſtrahl!“
(Der Vorhang fällt.)


