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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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zu unterhalten, indeſſen Ihr denſelben von den Piaſter⸗ ſäcken befreitet, die er enthielt. Könnt Ihr es glanben, meine Kinder? Der Prior, voll Liebe für ſein Geld, wollte es vertheidigen und warf mich um. Das erſchreckt Euch, nicht wahr? Manoöl Aguila von einem Mönche zu Boden geworfen! Das iſt unwürdig! Ach, Ihr könnt Euch meiner ſchämen, ich habe es vor Euch gethan, denn wahrlich, es iſt genug Urſache zum Erröthen, um dieſe Röthe von der Stirne mit einer Piſtolenkugel zu ver⸗ jagen! denn bei Gott und der Jungfrau, bei San Jago und San Manvöl, bei meiner Mutter, um die ich ge⸗ weint, und bei meinem Vater, den ich nicht gekannt! bei dem einzigen Weibe, das ich geliebt, und bei meinem Kinde, das geſtorben iſt! ich bin Eurer unwürdig, Brü⸗ der, ich verdiene Eure Verachtung, ich bin ein Feiger! Ihr könnt mir ins Geſicht ſpeien und mich von den Bergen jagen!

In dieſem Augenblicke ſtrecken alle dieſe Männer, die ihn anhören, ihre Hände gegen ihn aus; er ſteht mit Mühe auf, drückt unter einander alle dieſe brüderlichen Hände mit naſſen Augen, ſodann... dann fällt er wieder auf ſeinen Sitz zurück, verbirgt eine Zeit lang ſein Geſicht mit beiden Händen und beginnt wieder mit gerührter Stimme und ſchmerzlicher Melancholie:

Alles dies erklärt ſich, meine Kinder, durch meine ſechzig Jahre, wenn der Muth und der Wille auch noch glühend in mir ſind, meine Kraft weicht von mir, ich verliere die Gewandtheit und die Friſche meiner Glieder, meine Haare erbleichen, meine Knie beben, und bald ohne Zweifel wird auch mein Wille und mein Muth inne halten wie meine Kraft, und mir fliehen... in die Vergangenheit. Ich bin ſechzig Jahre alt, und deßhalb wurde ich geſtern von einem Mönch zu Boden geworfen. Ich habe genug gethan, um berühmt zu werden; man hat einen Preis auf meinen Kopf geſetzt, und hat dem, der mich lebend oder todt nach Madrid bringen