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wackere Manoöl Aguila. Sein Wuchs iſt hoch, obwohl ein wenig gebengt, ſeine Glieder ſind noch kräftig; er hat den Blick des Adlers, deſſen Namen er führt, ſeine pechſchwarzen Haare fangen an, an einzelnen Stellen zu erbleichen; ſein gebräuntes und gewöhnlich fröhliches Ge⸗ ſicht ſcheint dieſen Abend durch irgend einen peinlichen Gedanken gefurcht. Er hat einen Bruſtlatz von rothem Tuche an, und eine Weſte und eine Hoſe von ſchwarzem Sammt, mit ſilbernen Knöpfen und Stickereien geziert; um den Körper trägt er einen breiten ledernen Gurt, um Dublonen oder Patronen darin zu bewahren; als Kopf⸗ bedeckung hat er einen breiten, grauen Sombrero, um⸗ ſchlungen von einem rothen Sammtbande, vorn iſt ein Bild der heiligen Jungfran daran befeſtigt; zur Fußbe⸗ deckung Halbſtiefeln mit ledernen Riemen umbunden, die vom Knöchel bis zum Knie gehen; dann endlich um nichts zu verſchweigen, hat er am Halſe eine kleine Figur in Gold hängen, St. Jago di Campoſtella, die ihn ſeit fünfzig Jahren noch keine Minute lang verlaſſen hat.
Im Momente, wo die Erzählung beginnt, ſitzt Aguila auf einem Felsblock. Mit der einen Hand hält er die an ſein linkes Bein gelehnte Stutzbüchſe kräftig feſt, mit der andern ſtützt er, den Ellbogen am Knie, ſeine düſtere, nachdenkliche Stirne; in vielen Abſätzen drückt er con⸗ vulſiviſch ſeine Waffe, hebt den Kopf und ſendet Blicke voll Bitterkeit um ſich, dann, als er alle dieſe Menſchen ſtumm und unbeweglich ſieht, die die Augen an ſeine Lip⸗ pen geheftet, die Befehle zu erwarten ſchienen, die ſie er⸗ gehen laſſen würden, wendet er das Auge lebhaft ab und nimmt ſeine düſtere Stellung wieder ein, trauriger noch und niedergeſchlagener als vorher. Plötzlich, und nach langem Schweigen, während deſſen man nur das dumpfe Rauſchen eines Gießbachs, der ſich wenige Schritte von da in einen Abgrund ſtürzt, vernimmt, ſahen die Ban⸗ diten, wie ihr Führer den Kopf ungeſtüm erhebt und


