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Erzählungen für Regentage / Eduard Plouvier ; mit einer Vorrede von Georges Sand ; uebertragen von Julius Würzburger
Entstehung
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„Haben Sie noch andere Kinder außer dieſem?“ fragte ich ſie.

„Ich habe eine Tochter von neunzehn Jahren,“ er⸗ wiederte ſie,„die noch ſchöner iſt als Louiſe; aber ſie verließ mich, um ſich unterhalten zu laſſen.. Sie wollte mir davon geben aber ich eſſe dieſes Brod nicht; und ich habe ſie verflucht, ſie und ihr Geld!“

„Ich gab jedem der drei Winkel ein kleines Geſchenk und eutfernte mich, indem ich die Händlerin und Loniſe bat, mir zu folgen. Ich wollte das, was ich zu ſagen hatte, nicht hören laſſen.

„Hier,“ ſagte ich zur Mutter, und die Tochter hörte mit geſpannter Aufmerkſamkeit zu,„hier dieſer Schatz⸗ ſchein von einer ziemlich beträchtlichen Summe wird Ihnen eine kleine Rente verſchaffen. Morgen werden Sie dieſes Geld dem Notar anvertrauen, deſſen Namen ich Ihnen angeben will, um es dort anzulegen; er wird Ihnen die Intereſſen bezahlen.“ Und indem ich den Schein und die Adreſſe in den Händen der Frau, die mich gleich dem Kinde mit ſtumpfſiuniger Miene anſtarrte, zurückließ, eutfernte ich mich eiligſt. Schon füblte ich das unwiderſtehliche Bedürfniß, allein zu ſein. Ohne Zweifel hätte ich am andern Tage die Anlage ſelbſt be⸗ ſorgen ſollen, aber man hat niemals Zeit, das Gute zu thun, wie es gethan werden ſollte.

Ich durchirrte die Straßen, die öde geworden waren.

Endlich fand ich mich ſoweit zurecht um in die vor⸗ nehmeren Stadttheile, wo ich einen Gaſthof ſuchen wollte, hinabzukommen, als ich in den Quartieren, in denen ich mich verirrt hatte, den Anfang einer regen Bewegung zu bemerken glaubte. Aermlich gekleidete Leute, deren Zahl ſich zuſehends vermehrte, erſchienen da und dort und zo⸗ gen eilig in den höchſten Theil der Vorſtadt. Ich hörte auch von Zeit zu Zeit aus der Ferne die Klänge einer