Die Sphinx.
(Aus den Memviren eines Hundertjährigen.)
An Pictor Hugo. *
Indem ich mit den Schauſpielern die Verbin⸗ dung abbrach, fand ich mich wieder einmal allein im Leben: ohne Erwerb und ohne Geld; ohne Wohnung und ohne Mittageſſen: zur freien Dispoſitivn meines ewigen Beſchützers; Dank der Vorſehung, der unacht⸗ ſamſten unter allen Gottheiten!
Ich hatte mich beim letzten Mahle der Truppe ent⸗ ſchieden, um acht Uhr in der Früh, ehe ſie Breſt verließ, um ſich nach Quimper zu begeben. Als der Wagen, der ſie fortbrachte, im Staube der Vorſtadt verſchwunden war, ging ich lange im heißen Sonnenſchein ſpazieren, auf der Jagd nach productiven Gedanken. Aber meine Einbildungskraft verſchoß ihr Pulver auf Chimären, und ich traf am Ziele einer jeden Spur irgend eine hand⸗ greifliche Unmöglichkeit.
Ermattet und entmuthigt ſchlief ich im Schatten aufgehäufter Fäſſer ein, und als mich ein gewiſſes wohl⸗


