III
Wahnſinn, die Orgie, die Wuth, der Haß gegen das menſchliche Geſchlecht, die Verachtung der Frauen, kurz das Paſcha⸗Genre in der bizarrſten Form angeprieſen wurden. Man ſchickte mir Manuſcripte, die mir am Ende einiger Seiten aus der Hand fielen, wie ein ent⸗ ſeelender Alpdruck, und ich konnte mich lange nicht da⸗ zu bringen, den zehnten Theil der erſchienenen oder nicht erſchienenen Werke zu leſen, für welche ich mich intereſ⸗ ſiren ſollte. Demohnerachtet war eine Maſſe Geiſt und Talent auf dieſe ſchlechte Fährte verwendet, um dem ſchrecklichen Geſchmacke der Zeit zu genügen; und man kann wohl behaupten, daß zu allen Zeiten die Mode der Natürlichkeit und der individuellen Aufrichtigkeit, die nach der Mutter der Talente von ächtem Gehalte, nach Wahrheit, ſtrebt, größtmöglichen Eintrag gethan hat.—
An dieſen vorliegenden Erzählungen gefiel uns das Ungeſuchte, die Wahrheit und die Sanftmuth der Seele, die eine ſehr ſchätzbare Eigenſchaft iſt nach ſo vielen wilden Verſuchen, die von vielleicht ausgezeichneten Geiſtern gemacht wurden, um abſcheulich zu erſcheinen. Doch hat der Verfaſſer dieſer Erzählungen auch gelitten, man ſieht es wohl, vielleicht viel gelitten; aber er hat weder den Himmel noch die Menſchen verläugnet. Sein Talent hat die Anmuth bewahrt, ein ſicheres Zeichen, daß ſein Herz jung geblieben iſt. Eine große Selten⸗ heit in jetziger Zeit; ſelbſt ein großes Verdienſt, denn es iſt nicht zu läugnen, daß die Epoche, in welcher wir leben, zu jenen gehört, die alle Begriffe bezüglich der
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