Vorrede.
Die vorliegende Reihe reizender Erzählungen iſt von einem ebenſo unterhaltenden als rührenden In⸗ halte. Sie rühren von einem Talente her, das jungen Herzens und reifen Geiſtes iſt. Sie ſind im romanti⸗ ſchen Style, aber nicht mit ſataniſchem Geiſte ge⸗ ſchrieben.
Es iſt dies ſchon Etwas, es iſt ſelbſt viel, nicht ſataniſch zu ſein. Die junge, moderne Schule, die ſich nach jener gebildet, die vor 25 bis 30 Jahren eine Revolution in der Literatur machte, hat ſich mehr die Fehler als die guten Eigenſchaften der Meiſter dieſer Schule angeeignet. Es lag dies in der ewigen Ordnung der Dinge und beſonders der Kunſt. Der troſtloſe Theil des Romanticismus überſchreitet das Maaß, und ge⸗ rade dadurch ging der Romanticismus zu Grunde, nicht als ein errungener Reichthum, ſondern als eine gefühlſchwärmeriſche Neuerung.
Plonvier, Erzählungen für Regentage. 1


