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Flibu⸗ ſeinen ſeil
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verläugneſt, da Dein Herz bei der Ausſicht auf eine Schlacht kalt bleibt, da Du Deinen Degen in einen Pflug zu verwandeln gedenkſt, ſo muß ich Dir zur Ermuthigung ein Geheimniß ent⸗ decken, das ich Dir eigentlich als Belohnung mittheilen wollte. Graf von Morvan, der Statthalter der Stadt Carthagena, welche wir angreifen werden, iſt jener Henker, der Deinen Vater ermordet hat, der ihn zu Tode peitſchen ließ!
Auf dieſe Enthüllung ſtieß Morvan einen Schrei des Schmerzes und der Wuth aus, und inſtinktartig den Griff ſeines Degens erfaſſend, rief er tief bewegt, und mit zum Himmel er⸗ hobenen thränenfeuchten Augen:
— O mein vielgeliebter Vater, vergib mir!— Die Liebe hat mich die Rache vergeſſen laſſen.
Von dem, was er eben erfahren hatte, zu bewegt, um länger beim Abendeſſen bleiben zu können, ſtand Morvan auf, und ſtellte ſich an eines der Fenſter des Speiſeſaales.
— Welch ein ſeltſames Schickſal iſt doch das meinige, dachte er, die Landſchaft, welche im Abenddunkel zu verſchwinden begann, mit zerſtreutem Auge überblickend; es iſt klar, daß ein unſeliges Geſchick hartnäckig darauf beſteht, meine Ruhe immer zu ſtören. Ja, ich bin unter einem böſen Stern geboren. Das Glück iſt nicht für mich!— Was thue ich! Beklage ich feiger und verbrecheriſcher Weiſe mein Geſchick?— Wie! ich wage es mich in dem Augenblick zu beklagen, wo mich die Vorſehung ſelbſt dem Mörder meines Vaters entgegenführt, damit ich ihn züchtige! Armer und edler Graf von Morvan, wie traurig war Dein Loos!— Die Einbildungskraft bleibt erſchreckt ſtehen vor der Grauſamkeit, mit welcher Du hingerichtet wurdeſt. O mein Vater! der mich ſo ſehr geliebt hatte, ich habe es bei Dei⸗ nem verehrten Andenken geſchworen, Dich zu rächen, und ſollte es auch nur durch eine Mißethat möglich ſein: ich werde meinen Schwur zu halten wiſſen!


