meines Planes zu widerſetzen, rief er und fuhr mit der Hand nach ſeinen Piſtolen, ich zerſchmettere ihm das Gehirn!
Hierauf entfernte ſich der Abenteurer langſamen und ma⸗ jeſtätiſchen Schrittes.
— Mache, als hätteſt Du Furcht und bäteſt um Gnade für die Mannſchaft, ſagte Laurent leiſe und ſchnell, als er vor dem Ritter vorbeiging.
Morvan begriff ſogleich die Abſicht ſeines Matroſen, und fügte ſich derſelben mit ſeltener Geiſtesgegenwart.
— Kapitän, rief er gegen Laurent vorſtürzend, ich bitte Sie, warten Sie noch. Ich habe Ihnen doch den Gehorſam nicht verweigert! Ich verdiene es daher nicht das Schickſal die⸗ ſer elenden Feiglinge zu theilen! Bevor Sie dieſen verderblichen Entſchluß ausführen, erlauben Sie mir, daß ich einen Kahn ins Meer zu ſetzen und mich zu retten verſuche!
Laurent ſchien zu ſchwanken, und Morvan ſprach mit gut geſpielter ſteigender Wärme:
— Kapitän, das Leben iſt zu ſchön, als daß man es ohne Kampf auf's Spiel ſetzen ſollte. Wer verſichert mich, daß ich nicht einem Schiffe begegne?— daß ich nicht in einem Monat an der Spitze einer tapfern Mannſchaft irgend eine reiche ſpaniſche Gallione plündere?— Welche Freude werde ich dann haben, wenn ich mit Gold, Weibern und Sklaven vollauf verſehen, im Stande ſein werde meine geringſte Laune zu befriedigen; ich werde mir ſagen können:„Nur meinem Muthe allein verdanke ich mein Glück!——“ Zum letzten Mal, Kapitän, ich beſchwöre Sie, bevor Sie Ihren ſchrecklichen Ent⸗ ſchluß ausführen, erlauben Sie, daß ich mich ausſchiffe!—
— Laſſen Sie mich Sie begleiten, Herr! ſagte dann Alain.
Laurent ſchien nachzudenken, während der Ritter mit dem Anſchein einer lebhaften Angſt ihn mit den Blicken bat, ihm die Bitte zu gewähren.
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