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zu ſitzen, konnte doch nicht umhin lüſtern nach dem Branntwein⸗ fäßchen zu ſchielen, dem die Flibuſtier unaufhörlich und maßlos zu⸗ ſprachen. Von der Nutzloſigkeit ſeiner Vorſtellungen, Drohungen oder Bitten überzeugt, drang Morvan nicht weiter in die Mann⸗ ſchaft; im Grunde geſtand er ſich's ſelbſt, daß die Flibuſtier nicht Unrecht hatten, indem ſie die Arbeit verweigerten; ihre Mühe konnte ja zu nichts mehr führen. Eine Stunde verfloß, und dieſer kurze Zeitraum genügte, um die Lage des Schiffes außerordentlich zu verſchlimmern; der Ritter berechnete, daß die Fregatte gegen Abend unterſinken werde.
— Laurent, ſagte er, ſich zu dem auf dem Verdecke lie⸗ genden Flibuſtier hinabneigend, ich bedarf Deiner.
Bei dieſem leiſe geſprochenen Worte erhob ſich der Fli⸗ buſtier, obwohl er ſich in tiefer Ohnmacht zu befinden ſchien.
— Was gibt es, Matroſe? fragte er den jungen Mann mit derſelben Ruhe und Kaltblütigkeit, als ob er in einem längſt begonnenen Geſpräche begriffen wäre.
— Die Mannſchaft iſt betrunken, ſie will nicht an den Pumpen arbeiten, und wir ſinken.
— Was ſoll ich da thun? Es war nicht der Mühe werth mich wegen dieſer Kleinigkeit zu wecken. Die Mannſchaft hat Recht.
— Werden wir es nicht wenigſtens verſuchen die Bar⸗ ken ins Meer zu laſſen? ſagte Morvan; es iſt keine Zeit zu verlieren.
— Das verſteht ſich— verſuchen wir's!
Obwohl Laurent ſich Mühe gab, weder ſchlechte Laune noch Schwäche zu zeigen, ſo wurde es Morvan doch klar, daß der Flibuſtier von der Natur beſiegt, mit ſeinen Kräften zu Ende gekommen, und nicht mehr im Stande war thatkräftig aufzutreten.
— Laurent, ich wünſche nur, daß die Mannſchaft Deine Stimme höre, das Uebrige überlaſſe mir.— Noch ein Wort!—
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