Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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F

Nichts iſt impoſanter und ergreifender zugleich, als der Anblick zweier Schiffe, die kampfbereit einander entgegenſegeln. Das durch die letzten Befehle des Chefs kaum geſtörte Schwei⸗ gen laſtet auf dem Muthe der unerſchrockenſten Matroſen. Die Herzen ſchlagen heftig, allen vergeht beinahe der Athem. Jeder⸗ mann, ſelbſt der mit Gefahren Vertrauteſte, wirft auf ſein ver⸗ gangenes Leben einen melancholiſchen Blick, und fragt ſeine Ahnungen, ob er ſich freuen ſollte oder auf das Leben verzichten.

Alain, der zu den Füßen ſeines Herrn lag, hatte noch niemals einer Seeſchlacht beigewohnt; auch hatte er das pein⸗ liche Gefühl, das der Schlacht vorangeht, in ſeiner ganzen Stärke. Ein Gedanke erhielt ihn jedoch aufrecht.

Meiner Treu! Herr, ſagte er leiſe, ich begreife nicht, warum der Kapitän Laurent die Schlacht annimmt, anſtatt die Flucht fortzuſetzen.. Seitdem ich hunderttauſend Livres beſitze, ſpüre ich in mir eine Feigheit ohne Gleichen. Ich, Alain, ſoll hunderttauſend Livres beſitzen! Dieſe Idee macht mir Schwindel, und zuweilen bin ich verſucht zu glauben, daß ich träume. Wie viel macht das aus, Herr, hunderttauſend Livres? Wenigſtens zwei oder drei Tauſend Thaler, nicht wahr? Zu denken, daß ich genug reich bin um ganz Penmark zn kau⸗ fen daß ich jetzt den ganzen Tag friſchen Speck eſſen kann, ſo viel ich will, daß ich einen Diener halten kann, und in der nächſten Minute vielleicht ſchon todt bin! Das drückt mir

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