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— Sind das denn Handelsſchiffe? Eine neue Beute etwa? — Keineswegs; im Gegentheil, es ſind Kriegsſchiffe.
Aber wozu Deine Neugierde im voraus reizen, Deine Ungeduld rege machen? Du ſehnſt Dich nach Ruhm, Matroſe, nicht wahr?
Du villſt ſchöne Thaten vollbringen, in großen Schlachten mit⸗ kämpfen?
— Nein, antwortete Morvan mit dumpfer Stimme, ich wünſche nichts als Vergeſſenheit und Ruhe.
— Alſo das Nichts? den Tod? Gut, Ritter, Dein Wunſch könnte leicht in Erfüllung gehen. Jene Segel, welche Du am Horizont bemerkſt, führen die zwei ſtärkſten Schiffe ge⸗ gen uns, welche unſere Feinde beſitzen; auf dem einen befindet ſich der Admiral, auf dem andern der Viceadmiral der Gallio⸗ nen des Königs von Spanien; jedes dieſer Schiffe hat ſechzig Kanonen und fünfzehnhundert Mann an Bord.
— Und Du glaubſt ihnen zu widerſtehen? fragte Mor⸗ van, ohne eine Bewegung zu verrathen.
— Ob ich ihnen zu widerſtehen glaube? erwiderte Lau⸗ rent mit ſpöttiſchem Ton. Ah, glaubſt Du denn, ich ſei durch die Liebe ſo ſehr herabgekommen, daß ich vom alten Kapitän Laurent nichts behalten habe? Waldblume gefällt mir; aber die Schlacht ziehe ich ihr vor. Sei verſichert, Matroſe, daß ich mich lieber in die Luft ſprenge, als daß ich mich ergebe. Wir werden dieſes Geſpräch gleich wieder fortſetzen. Jetzt beſchäfti⸗ gen wir uns mit dem, was die Pflicht uns gebietet.
Laurent nahm ſein Sprachrohr vor und befahl ſogleich die Vorbereitungen zur Schlacht. Dank der Erfahrung, der Unerſchrockenheit und der Kaltblütigkeit ſeiner auserwählten Mannſchaft, hatte Laurent am Bord ſeiner Fregatte eine Dis⸗ ciplin eingeführt, die jene auf den Schiffen des Königs bei weitem übertraf. Auch wurde die anbefohlene Vorbereitung zur Schlacht, obwol die Gegenwart des Feindes nur durch


