— 1 da aus dem Wege, ſo laſſe ich mich in Rückſicht auf mein be⸗ gangenes Unrecht herab, meine Beſchwerde gegen Sie zu vergeſſen.
— Dieſe Ausſicht hat gar nichts Erſchreckendes für mich, erwiederte Morvan; im Gegentheil, ich wünſche ſehr einen Zwei⸗ kampf mit Ihnen. Da ich aber zweifle, daß Sie heute ohne Nachtheil nicht im Stande ſein werden zu fechten, ſo werden wir unſer Duell auf morgen verſchieben.
— Laurent, ich beſchwöre Sie das Duell nicht anzuneh⸗ men, ſagte die junge Dame, welche dem Verwundeten zu Hilfe geeilt war, und Sie, mein Herr, ſagte ſie zu Morvan gewen⸗ det, wie wagen Sie es dem Willen Laurent's zu widerſtehen? Müſſen ſich die Menſchen vor ſeinem Befehle nicht beugen, und im Spalier aufſtellen, wenn er vorübergeht?
— Schweigen Sie, Marianne! rief der ſchöne Laurent mit Härte. Sie thäten beſſer daran im Hauſe Ihres Vaters zu bleiben, als ſich in Dinge zu miſchen, die Sie nichts angehen Ein junges Mädchen, das ſich ſelbſt achtet, ſetzt ſich nicht ſo den öffentlichen Blicken aus! Ich bin weder Ihr Bruder, noch Ihr Gatte, noch Ihr Geliebter!
— O, das iſt ſchauderhaft, ſagte das arme junge Mäd⸗ chen, und ging, das ſchamrothe Geſicht ſich mit beiden Händen bedeckend, verwirrt und tief beſchämt fort.
— Was Sie betrifft, mein Herr, fuhr der ſchöne Lau⸗ rent zu Morvan gewendet fort, wer ſteht mir gut dafür, daß ich Sie morgen wiederfinde, wenn ich Sie jetzt fortlaſſe?
— Ich! rief mit zitternder und klangvoller Stimme Mont⸗ bars, welcher dieſer Szene ſeit einer kurzen Weile unbeweglich und ſchweigſam beigewohnt hatte.
Die Dazwiſchenkunft des berühmten Boucaniers machte den ſchönen Laurent ſchaudern.
— Du kennſt dieſen Menſchen und antworteſt für ihn! — Ich kenne ihn, und weiß daß er im Stande iſt Deine
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