Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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— Ich bin Ihnen unendlich verbunden für Ihre wohl⸗

antwortete Morvan; was mich betrifft, ſo bitte ich Sie um Erlaubniß, als ein hartnäckiger Bretagner bei

wollenden Abſichten,

meiner erſten Abſicht zu bleiben—

— Welche Abſicht, Herr Ritter?

— Ihnen die Schulter zu durchſtechen.

— Ach ja, ganz wohl! Ich habe den verſprochenen Stich vergeſſen.

Nocé und Canillac ſtellten ſich in Folge eines ſtillſchwei⸗ genden Uebereinkommens an die Seite Morvans, der ihnen mit einer Neigung des Kopfes für dieſen Dienſt dankte; la Fare und Broglie gingen auf Chatillons Seite. Die beiden Gegner nahmen ſogleich ihre Degen zur Hand, und fielen aus.

— Fangen Sie an, meine Herren, ſagte der Marquis de la Fare.

Der Kampf begann.

Morvan galt, wie er uns am Anfang dieſer Geſchichte ſelbſt mitgetheilt hat, für einen geſchickten Fechter; und gewiß, er verdiente dieſen Ruf. Er verband mit einer unerhörten Be⸗ hendigkeit jene Ruhe und Geiſtesgegenwart, die nichts dem Zu⸗

Sfall überläßt, und von dem geringſten Umſtand den größten Vortheil zu ziehen weiß. Griſier, der beſte Fechter unſerer Zeit, würde zehn Jahre dafür geben, könnte er einen ſolchen Schü⸗ ler ausſtellen.

Da übrigens der junge Edelmann wider Willen und ohne es einzugeſtehen den Pariſer Stutzern in allen Dingen einen Vorzug über die Edelleute der Provinz zuerkannte, ſo ging er am Anfang des Kampfes mit einer klugen Zurückhaltung vor und hielt ſich nur defenſiv; es kam ihm vor als ſtünde er in dieſem Augenblick für ſeine geliebte Bretagne ein, und er wäre lieber eine Stunde ſpäter getödtet als jetzt nur unbedeutend verletzt worden ſein. Der Vicomte von Chatillon war ein fleißi⸗

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