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Urtheil reifen. Ich wußte daher, als ich Ihnen die Affaire von Carthagena vorſchlug, recht gut, daß die Regierung jetzt nicht in der Lage iſt, die zu dieſer Expedition nöthigen Ausgaben zu beſtreiten.
— Und wer ſollte es denn thun?
— Ich, Monſeigneur, antwortete Mathurin ruhig.
Diesmal konnte ſich der Staatsſekretär nicht enthalten den Boucanier mit einem wirklichen Gefühl von Bewunderung zu be⸗ trachten. Dieſer Abenteurer, deſſen Plane ſo groß waren, der eine ſo uneigennützige und glühende Liebe für den Ruhm Frank⸗ reichs an den Tag legte, der endlich mit einem Miniſter Lud⸗ wigs XV. wie mit Seinesgleichen umging, dieſer Abenteurer ſchien Pontchartrain weit über jenen mit Sternen beſäten Offi⸗ zieren zu ſtehen, die jeden Morgen vor der Thüre ſeines Cabinets antichambrirten.
— Haben Sie annäherungsweiſe eine Idee von dem Betrag der Ausrüſtungskoſten, die zur Erpedition nach Cartha⸗ gena nöthig wären, Herr Legoff?
— Ich habe den Ueberſchlag mit ſerupulöſer Genauigkeit gemacht. Das Ganze, wenn wir viermalhunderttauſend Livres zu unvorhergeſehnen Ausgaben dazurechnen, würde ſich auf die Summe von fünf Millionen und zweimalhundertfünzigtauſend Livres belaufen. ₰ — Und Sie ſind im Stande dieſe enorme Summe herzu⸗ geben?
— Glauben Sie mir, Monſeigneur, ich würde nicht ſo
unverſchämt ſein Ihnen eine Stunde Zeit zu rauben, wenn ich über eine ſolche Bagatelle nicht ohne mir weh zu thun verfügen
könnte. Möge morgen Sr. Majeſtät Ducaſſe zum Chef dieſer Expedition ernennen, ſo lege ich eine Stunde ſpäter die fünf Mil⸗ lionen zweimalhundertfünfzigtauſend Livres in Ihre Hände.
Pontchartrain beſaß trotz ſeinem unruhigen eiferſüchtigen


