Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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beſitzt einen erprobten Muth, große Kaltblütigkeit, bedeutenden Scharfblick, und ſeltene Erfahrung und Ausdauer; kurz, alle Fähigkeiten, die einen großen Menſchen ausmachen.

Und dennoch behaupten Sie, daß Dueaſſe nur Ihrem Rathe folgt! Somit geſtehen Sie, daß Sie Ihre Fähigkeiten über die ſeinigen ſtellen.

Gewiß! antwortete der Boucanier ruhig.

Pontchartrain war von der Sicherheit oder vielmehr von der vollkommenen, alles Stolzes baren Ueberzeugung, mit welcher Legoff dieſes einfache Wort ausſprach, betroffen; er konnte ſich nicht enthalten, ſeinen ſeltſamen Beſuch auf's Neue mit faſt furchtſamer Neugierde zu betrachten.

Der Staatsſekretär war, im Vorbeigehen geſagt, und um unſeren Leſern begreiflich zu machen, von welcher Wichtig⸗ keit der von Legoff überbrachte Brief für ihn ſein mußte, damals beſchäftigt, zwiſchen einem ſeiner Schwäger, Schiffkapitän, und der einzigen Tochter des früheren Bouecaniers Ducaſſe, der jetzt Millionär und ein ausgezeichneter Offizier der königlichen Ma⸗ rine war, eine Heirath zu Stande zu bringen; eine Heirath, die in der That auch ſtattgefunden hat. Der von Legoff mit⸗ gebrachte Brief war alſo die beſte Empfehlung für ihn.

Doch bald ſagte der Miniſter, als ſchämte er ſich des Vor theils, den Legoff bereits über ihn gewonnen hatte, barſch:

Ich habe nun ſchon zu viel Zeit mit leeren Reden verloren! Was wünſchen Sie, Herr Boucanier? Ich bitte Sie, ſich kurz und klar zu faſſen. Mich nehmen weit wichtigere Ge ſchäfte als die, mit welchen Sie kommen, in Anſpruch.

Ich zweifle, Monſeigneur; mein Plan iſt eben ſo groß⸗ artig als einfach; wenig Worte genügen, um ihn Ihnen zu er⸗ klären. Frankreich iſt, eine Thatſache, die Sie nicht leugnen können, in den letzten Zügen. Erſchöpft an Geld und Menſchen, legt es ſich grauſame Opfer auf, um den Kampf, in welchen es

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