Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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die Barke ſtieß, und dieſe beinahe umſchlug. Der Kopf des Un⸗ bekannten fiel durch dieſen Stoß aus dem Schooß ſeiner Toch⸗ ter und ſchlug mit großer Heftigkeit an die Wand der Barke. Dieſer Stoß weckte ihn aus ſeiner Ohnmacht.

Er ſtotterte anfangs einige zuſammenhangloſe Wörter; hierauf erkannte er bald ſeine Tochter, lächelte ihr ſanft zu, brachte ſich von ſelbſt in die Lage, die er vor dem Stoß ein⸗ genommen hatte, zurück, und ſprach mit ſchwacher Stimme:

— Ich bin ganz zerbrochen, ich kann nicht weiter——

Ueber das Schickſal ihres Vaters beruhigt, erhob die junge Spanierin ihre großen, ſchönen, blauen Augen zu Mor⸗ van und ſagte zu ihm mit zärtlichem Tone:

— Glaubt Ihr, mein Herr, daß Eure Hingebung von Erfolg gekrönt ſein wird? Haben wir noch einige Ausſicht auf Rettung?

— Wir werden durch die Fluth unterſtützt, und wenn der Wind noch fortfährt, landwärts zu wehen, ſo werden wir den Strand vor einer halben Stunde erreicht haben.

— Welch großen Dank bin ich Euch ſchuldig, ſprach Nativa träumeriſch.

— Keinen, mein Fräulein, entgegnete kalt der junge Mann. Nicht weil Ihr in Gefahr wart, bin ich Euch zu Hilfe geeilt, denn ich kannte Euch nicht; ich habe nur der Stimme der Menſchlichkeit und meines Gewiſſens gehorcht. Was ich für Euch gethan habe, hätte ich für Jedermann gethan.

— Aber mein Vater, Perr, mein armer Vater, der ohne Euren Heldenmuth nicht mehr wäre!

— Mein Fräulein, ich hätte mich auch in's Meer geſtürzt, um einen Matroſen zu retten.

Dieſe trockenen und kalten Antworten brachten auf zwei Perſonen, welche ſich in der Barke befanden, einen ſehr ver⸗ ſchiedenen Eindruck hervor: ein Anflug von Traurigkeit gleich

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