Teil eines Werkes 
1. Band (1854)
Entstehung
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Das Wort Herr ſchien den Bretagner ſtark zu beleidigen, und er antwortete mit barſcher Offenheit:

Weil man den Verſtand verloren haben muß, wenn man ſich einſchiffen will, während der Mönch Seufzer ausſtößt, die man ſechs Meilen in der Runde hört!... Das hieße die Güte Gottes und der Jungfrau verſuchen! Bleibt! Folgt mir!..

Alain hatte ſeine Rede nicht beendet, als ſich die ſelt⸗ ſamen bereits erwähnten Töne, die wie geſagt, dem fernen er⸗ ſtickten Gebrüll eines Löwen glichen, auf's Neue und mit ver⸗ ſtärkter Gewalt vernehmen ließen.

Herr und Diener blickten ſich einen Augenblick ſtill⸗ ſchweigend an.

Was habt Ihr hierauf zu antworten? ſprach letzterer wieder.

Ich habe darauf zu antworten, daß wenn ich meine Abreiſe noch einen Augenblick verſchiebe, die Küſte von Penmark den nächſten Morgen mit Trümmern und Leichen bedeckt ſein wird.

Ein freudiges Lächeln, das vom Ritter de Morvan be⸗ merkt wurde, glitt über das Geſicht des Dieners.

Weißt Du, ſagte er, daß ich Dich, wenn ich Dich nicht für einen guten und rechtſchaffenen Burſchen hielte, für dieſes Lächeln hart züchtigen würde? Elender! ſchämſt Du Dich nicht, mit der Wuth des Meeres gemeinſchaftliche Sache zu machen, und grauſamer noch als das Ungewitter, die unglück⸗ lichen Schiffbrüchigen, welche es Dir zuwirft, mit Mord und Diebſtahl zu empfangen! Welchen Vorwand findeſt Du für Deine Grauſamkeit....

Alain entgegnete auf dieſe heftige Anrede mit vollkom⸗ mener Ruhe:

Ihr werdet mich nicht ſchlagen, ſprach er mit ruhiger Stimme, weil Ihr zu edel ſeid, um die Kraft, von der Gott

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