Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Kabinet!Kommen Sie, kommen Sie! Ho⸗ ren Sie! er war ganz außer Athem.

Er ſaß und vor ihm lagen die entfalteten Pa⸗ piere. Paula und Obinski harrten mit ſteigen⸗ der Ungeduld. Palowski las folgenden Brief der Fuͤrſtinn:

Mein Fürſt, was Sie vorausgeſehen, iſt leider eingetrofen. Vom Gipfel des Gluͤckes bis zur Verbannung iſt nicht ſo weit, als ich mir getraumt hatte. Eine Hofintrigue, welche ich, um meinem Anſehen nichts zu vergeben, mich fuͤr verpflichtet hielt, zu beguͤnſtigen, hat mich auf immer vielleicht geſtuͤrzt. Ich bin nach Archangel verwieſen⸗ von wo ich Ihnen ſchreibe.

Hier hab' ich Zeit, uͤber die Wandelbarkeit der Groͤße nachzudenken, hier erhebt ein belaſtetes Ge⸗ wiſſen ſeine Stimme, und mit marternder Treue haͤlt es mir im Spiegel meine Fehler, meine harten Ungerechtigkeiten vor. Buͤßen kann ich die erſten, aber es iſt außer meiner Macht, die zweiten wieder gut zu machen. Was ich Obinski genommen habe, kann ich ihm hienieden nicht wieder geben.

Gefoltert durch die Vergangenheit, habe ich nicht vergeſſen, daß ich Mutter bin, und daß ich auch die Rechte auf die Liebe meines Sohnes ein⸗ gebuͤßt habe. Alles will ich thun, um dieſe wieder