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Herr Martin geht nach der Bruͤcke Ludwigs des ſechszehnten zu, und nimmt den erſten Wagen, welcher nach St. Germain abzugehen bereit iſt. Zwei huͤbſche Damen ſitzen im Fond, ein dicker Herr bereits vorne; ich werde freilich nicht zum be⸗ „ſten ſitzen, indeſſen man kann nicht verlangen, daß „alles in der Welt ſich nach unſerm Willen fuͤgen „ſoll.“ Herr Martin beobachtete die huͤbſchen Damen im Fond und ſtieg ein. Wie will aber Herr Martin die Damen ſehen, er dreht ihnen vermoͤge ſeines Sitzes den Ruͤcken zu, und den Kopf beſtaͤndig zu wenden, wuͤrde unanſtaͤndig und unbequem fuͤr den dicken Nachbar ſeyn.—„Ein „Geſicht kann ohnmoglich ſchoͤn ſeyn, ohne daß der „Mund nicht auch ſchoͤn ſey, und ein weiblicher „Mund ſpricht gern, ich werde alſo hoͤren und „dann und wann nur ſehen. Freundinnen ſcheinen „es zu ſeyn, mein Nachbar ſchlaͤft bereits und ich „imponire ſo wenig, daß ſie ſich meinethalben kei⸗ „nen Zwang anthun werden.“
Kaum war man abgefahren, ſo fing auch das Geplapper an; der halbe Weg war noch nicht voll⸗ endet und Herr Martin wußte, woran er war. Er ſaß ſo eng und unbequem, daß er ſich entſchloß, zu Nanterre die Damen zum Ausſteigen zu zwingen. Er fuͤhlte wohl, daß es von ihm nicht galant ſey,


