Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

160

den Befehl verletzen, nach welchem ich mich verhalten ſoll. Beide Herren wechſel⸗ ten mit einander eine Menge Schmeicheleien, wel⸗ che die große Welt erfordert, und welche einen ge⸗ wiſſen Preis erhalten wuͤrden, wenn man ihnen Glauben beimeſſen duͤrfte. Der Ball war noch nicht recht lebhaft, es war erſt halb zwoͤlf Uhr. Wie viel Weiber ſah ich hier, dachte Polawki, die ſich um die Stunde, wo andere vernuͤnftige Leute auf⸗ zuſtehen pflegen, erſt niederlegen und ſchlafen wer⸗ den, und die, der Natur entgegen, ihre Nerven ſchwaͤ⸗ chen und ihrem Koͤrper Kopfſchmerzen und Kraͤmpfe einimpfen! Welche Pracht, welche Verſchwendung! hier wird man nicht gewahr, daß das Brod dieſes Jahr ſo theuer iſt; der heutige Abend koͤnnte hun⸗ dert Familien ein ganzes Jahr lang erhalten. Frei⸗ lich, ein Geſandter muß Aufwand machen, die Fournale zu Petersburg muͤſſen, gleich de⸗ nen zu Paris, von einem ſolchen Feſte ſprechen, das iſt in der Ordnung. Unter ſolchen Betrachtun⸗ gen ging der Fuͤrſt auf und nieder, um die Fuͤrſtinn Berloff zu ſuchen. Anfänglich glaubte er ſie unter der Zahl derienigen Damen ſuchen zu muͤſſen, wel⸗ chen der bloße Anblick eines Balles, ohne daß ſie daran Theil nehmen, genuͤgt; allein dort war ſie nicht zu finden. Glaͤnzen, aus Gefaͤlligkeit den um⸗ ſtaͤn⸗