Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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und den Grad, bis zu welchem ſie gediehen ſind, zu errathen.

Die erſte Liebe macht ſich durch eine gewiſſe Sorgfalt kund, welche die Furcht, zu mißfallen, veranlaßt, durch Blicke, deren Lebhaftigkeit das Mißtraun in Schranken haͤlt, durch hin⸗ geworfene Worte, die niemand auffallen, die aber von den Ohren der Liebenden recht gut ver⸗ nommen werden. Der Gegenſtand unſerer Wuͤn⸗ ſche iſt weit entfernt, unempfindlich zu ſeyn, aber die ſchuͤchterne Schoͤnheit eilt nicht mit der Ant⸗ wort, ſie ſtellt ſich vielmehr, als habe ſie nichts gehört und doch entflieht ein kaum bemerkbares Lächeln den geliebten Lippen. Sie ertappt ſich und gleich lenkt ſie das Geſprach auf irgend einen gleichgultigen Gegenſtand, ſpricht von Moden, Spatziergängen, glaubt die unbefangene zu

ſpielen und bemerkt nicht, daß der leine ſie verraͤth.

Die Liebe bey der es ſchon zu einem gegen⸗ ſeitigen Geſtaͤndniſſe gekommen, geht einen andern Weg. Der Geliebte denkt nur an die Frucht ſei⸗ ner Bemuͤhungen. Jede Bewegung erfuͤllt ihn mit Argwohn, jede conventionelle Gunſtbezeugung beunruhigt ihn. Er kann ſich ganz gewöhnlich ausdruͤcken, ſo wird in ſeinen Worten wenigſiens